Damit Frieden wachsen kann – Ein Jahresbegleiter
Frieden beginnt im Inneren – und breitet sich von dort in die Welt aus. Dieser inspirierende Jahresbegleiter lädt dazu ein, Woche für Woche den Samen des Friedens in sich selbst, in der Natur, im Alltag und im Miteinander zu finden und ihm sozusagen den Boden zu bereiten. Von stillen Momenten der Meditation über Begegnungen mit großen Vorbildern in Sachen Frieden wie Mahatma Gandhi, Malala Yousafzai oder Nelson Mandela bis hin zu Impulsen aus Bibel, Musik, Film und Politik spannt sich ein weiter Bogen. Kurze, nachdenkliche Texte und ausgewählte Zitate schenken Orientierung, Trost und Hoffnung. Ob beim Spaziergang durch den Wald, im Gebet, im Gespräch mit einem Freund oder im Engagement für andere – dieses Buch erinnert daran: Frieden ist kein fernes Ziel, sondern ein Weg, den wir jeden Tag neu miteinander gehen können.
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1 Bewertung
5. Oktober 2026 15:54
Suchen, was den Frieden schafft....
52 Wochen zählt das Jahr – 52 Zugangswege zum Frieden bietet der Theologe Johannes Schleicher in seinem neuen Buch.
Dabei steht vor allem der innere Frieden im Fokus. Bunt und reichhaltig ist der Inhalt der diversen Kapitel. Neben Beispielen berühmter Friedensschaffender wie Gandhi, Malala, Hammarskjöld, vielen Zitaten aus der aktuellen Welt von Religion und Politik sowie der Bibel und Mystikerschriften werden Friedenswege durch alle Sinne gesucht und gefunden – viele konkrete Beispiele aus Musik, Architektur, Natur, Sport werden beschrieben. Auch der äußere Frieden zwischen Menschen kommt nicht zu kurz – Dialog heißt hier das ‚Zauberwort‘ und es finden sich Beispiele derer, die diesen Weg gingen. Dass viele der vorgestellten Persönlichkeiten recht gut bekannt sind, fand ich nicht störend – im Gegenteil tat es gut, sie unter neuen Gesichtspunkten kennenzulernen oder einfach an ihr Tun und Denken erinnert zu werden – das stärkt.
Natürlich ist nicht jeder Weg für jeden der richtige, aber der Lesende fühlt sich nie gedrängt, unbedingt das Eine oder Andere auszuprobieren, sondern bleibt völlig frei, den eigenen Weg zu finden. Johannes Schleicher präsentiert keine angebliche Patentlösung, die wohl keiner hat, sondern lädt ein, die eigenen Möglichkeiten zu erkunden.
Sehr wichtig fand ich die Erinnerung daran, dass Frieden ja kein Zustand, sondern ein Prozess, ein Weg ist, und jeder Mensch das Seine im Kleinen, Alltäglichen dazu tun kann.
Was mir besonders gefiel, ist in den Beispielen Friedensuchender und Friedenschaffender, dass diese aus sehr verschiedenen Zeiten stammen und auch verschiedenen Religionen und Konfessionen angehören – von einem Paulus bis hin zu den buddhistischen Mönchen und ihrem Walk for Peace vor wenigen Monaten. Das vermittelt das Gefühl, nicht allein zu sein, auf den Schultern der Älteren zu stehen wie auch neben vielen Gleichgesinnten - auch das ist ein Stück Frieden.
Das Buch über ein so schwieriges Thema ist leicht zu lesen, die Kapitel sind kurz und keiner bestimmten Lesereihenfolge unterworfen.
Sehr ansprechend auch die Aufmachung – eine angenehme Haptik, ein gut lesbares Schriftbild, hübsche Graphiken zwischen den Kapiteln – da machen Lesen und Verschenken noch mehr Freude.
So könnte man die Lektüre dieses Buches als 53. Weg zum Frieden nennen und das möchte ich explizit tun.
Maria Sassin